Royston Maldoom
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Der britische Choreograph Royston Maldoom, Mitbegründer der Community Dance Bewegung, initiiert und leitet seit über 30 Jahren weltweit Tanzprojekte für jedermann, unabhängig von Talent und Erfahrung, Alter, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialer Herkunft. Für sein soziales Engagement und seine künstlerische Arbeit hat er zahlreiche Preise erhalten, u.a. wurde ihm 2006 von Queen Elizabeth II der „Order of the British Empire“ verliehen.

“Herzlich Willkommen auf meiner Internetseite! Hier können Sie sich über aktuelle Projekte und zukünftige Entwicklungen informieren.

Ich freue mich, dass sich der „Community Dance“ mehr und mehr zu einem feststehender Begriff innerhalb des deutschen Tanzvokabulars entwickelt. Nicht zuletzt ausgelöst durch die vielen Diskussionen, die im deutschsprachigen Raum geführt werden. Zudem fühle ich mich geehrt, bei so vielen spannenden Entwicklungen dabei gewesen zu sein und die Initiativen anderer unabhängiger deutscher bzw. deutschsprachiger Künstler/innen erlebt und begleitet zu haben.

Die Education-Projekte der Berliner Philharmoniker und der Film „Rhythm is it!“ hatten im deutschsprachigen Raum einen immensen Einfluss auf die Community Dance Bewegung als Teil kultureller Bildung. Das Ausmaß, in dem das Interesse für meine Arbeit und meine Person mit der Zeit gewachsen ist, war erstaunlich. Die gebundene Ausgabe meiner Autobiografie „Tanz um Dein Leben“ ist daher mittlerweile ausverkauft, jedoch wird das Taschenbuch bald in den Läden erscheinen. Ich war und bin sehr glücklich darüber, meine Fähigkeiten unvermindert einbringen und auf die große Nachfrage einzugehen zu können. Auch in Zukunft möchte ich die Entwicklung des „Dance for Everyone“ kraftvoll vorantreiben.

Mich hat sehr gefreut zu sehen, wie umfangreich meine Kollegen/innen aus Deutschland und Großbritannien in weitere Community Dance Projekte eingebunden sind. Als langfristig angelegte erfolgreiche Tanzprogramme sind “Resi-Dance” der Peter-Gläsel-Stiftung in Detmold und Paderborn, “Tanz die Toleranz” der Caritas in Wien und “Making a Move” des Grone Netzwerks in Hamburg zu nennen. Mehr und mehr junge Tänzer/innen und Choreografen/innen sind involviert. Einige von ihnen, die mich langjährig bei Projekten begleitet und mir assistiert haben, stehen jetzt auf eigenen Füßen und entwickeln ihre eigenen Arbeitsweisen im Rahmen des Community Dance.

Josef Eder (München) hat bereits verschiedene gelungene Tanzprojekte in Viersen, Innsbruck, Bukarest, Dresden und St. Gallen (CH) geleitet. Mohan Thomas (Essen) und seine Kompanie “Tanzmoto” sind erfolgreich in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Dazu kommen aufregende Initiativen von Jugendtanzkompanien, wie die “Faster-Than-Light-Dance-Company” in Berlin unter der Leitung von Volker Eisenach oder die fantastische „lis:sanga dance company" , geleitet von Leah Strohmaier. Anke Böttcher in Hamburg führt den Aufbau des integrativen „Elbe“-Tanzprojektes weiter und setzt sich für Projekte von Menschen mit Lern-Behinderungen ein.

Großer Dank gilt meinen britischen Kolleginnen und Kollegen Tamara McLorg , Janice Parker , Mags Byrne , Chris Benstead and Pete Ayres Sie haben die von mir angeregten Projekte vorangetrieben und weiterentwickelt. Auf ihre Hilfe, ihren Rat und ihren Zuspruch konnte ich mich immer verlassen.

Um die Zukunftsfähigkeit des Community Dance zu fördern ist es nun an der Zeit, den Fokus auf die Tänzer/innen und Choreograph/innen aus der Community Dance Bewegung zu lenken, die einen bedeutsamen Beitrag für den Tanz inner- und außerhalb des Schulsystems geleistet haben und aktuell leisten. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich auf einige wenige Tätigkeiten zu konzentrieren, die für mich von speziellem Interesse sind. Das sind meist Projekte mit Partnern, die ich bereits kenne.

Zu meinen bevorzugten Projekten, die ich zum größtenteils ehrenamtlich durchführe, gehören "Danza de la Esperanza" , ein Projekt mit Kindern aus den Vororten von Lima (Peru), die Aktivitäten rund um die Adugna Dance Company in Addis Abeba (Äthopien) und - abhängig von dem Resultat des ersten Projektes in Jenin und Ramallah in der West Bank - die Entwicklung des Community Dance in Palästina.

Ich freue mich weiterhin, Anfragen von Organisationen und Einzelpersonenzu erhalten, die im Hinblick auf die Projektentwicklung (Konzept, Finanzierung und Durchführung) einen professionellen Ablauf garantieren können. Bedauerlicherweise haben ich und mein Team im „Office Maldoom“ keine Möglichkeit, weiterhin in die Projektentwicklung einbezogen zu sein, da der Zeitaufwand immens ist. Jedoch helfen wir gerne bei der Vermittlung von Experten zur Entwicklung Ihres Projektes.

Der Aufwand für die Beantwortung der vielen Anfragen, die an mich und an das Office Maldoom gesendet wurden und werden, ist ebenso außerordentlich. Auch hier sehen wir uns zukünftig nicht mehr in der Lage, allen persönlich zu antworten. Bitte verstehen Sie das nicht falsch: Da uns nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist es aus praktischen Gründen nicht möglich, auf jede(n) einzeln einzugehen. Wer an einer Hospitanz, einem Praktikum oder einer Mitarbeit interessiert ist, kann sich gerne an die entsprechenden Projektpartner wenden. Kontaktadressen finden Sie unter „update“ auf dieser Website.

Gerade bin ich in Köln und arbeite mit 139 großartigen Kindern an der “Carmina Burana”. Im August geht es gleich weiter nach Palästina, in die Gegend von Jenin und Ramallah. Im Anschluss starte ich nach Auckland, Neuseeeland, wo ich mit Maori- und Samoa-Kindern die Choreografie “Le Sacre du Printemps” einstudiere. Den Winter verbringe ich hoffentlich wieder im sonnigen Peru und arbeite weiter mit dem „Ballet San Marcos“ und den Kindern von „Danza de la Esperanza“.

Ein großes Dankeschön an alle, die mich so großartig unterstützt und ein solch starkes Interesse an meiner Arbeit gezeigt haben. Viel Glück, Kraft und Energie für alle Kolleginnen und Kollegen, die im Sinne des „Dance for Everyone“ unterwegs sind!

Euer Royston

Juni 2011153

Royston Maldoom

Maldoom Projects4Development & Realisation5office@roystonmaldoom.org89