Royston Maldoom
Projektauswahl18
Gast-Choreograph in staatlichen Tanzcompanies
- Scottish Ballet
- Irish National Ballet
- Dance Theatre of Harlem, New York
- Ballet Nacional de Peru
- English Dance Theatre
- City Contemporary Dance Company, Hong Kong
- Tumbuka Dance Company, Zimbabwe19
Orchester-Tanz-Projekte
- Berliner Philharmoniker
- London Symphony Orchester
- Schottisches National Orchester
- Ulster Orchester
- Litauisches Symphony Orchester
- Natal (Kwa-Zulu) Symphony Orchestra
- Duisburger Chor
- Opern- und Musical Theater Projekte20
Jugend- und Gemeinschaftsarbeit
- Europäisches Jugendtanzfestival, Duisburger Akzente
- Britisch-Deutscher Jugendtanzaustausch
- Ulster Jungendtanzfestival
- Working Children's Project in Lima, Peru (unter Beteiligung des Balletts San Marcos, Lima und
80 Kindern und Teenagern)
- Artistic Director der Adunga Community Dance Initiative, Äthiopien (traditioneller Tanz und Contemporary Dance mit 18 Straßenkindern und pädagogischen Inhalten wie Musik, Theater, Unterricht in Sprachen, Kultur, Gesundheits-und Sozialkunde etc.)
- Südafrikanisches multikulturelles Community-Tanzprojekt21


Selbstverständnis31
Selbstständiger Choreograph, Trainer, Tanzlehrer, Berater und Vortragender.22
Verantwortlicher Leiter von großen bis kleinformatigen Performance Projekten, professionellen und pädagogischen Gemeinschafts-Projekten für jedes Alter und Können.23
Vortragender und Trainer zu allen Aspekten von sozialen und pädagogischem Tanz, Methoden und Philosophie.24
Royston Maldoom ist Mitgründer und ehemaliger Direktor von Dance United - ein britischer gemeinnütziger Verein für pädagogische Tanzprojekte in Zusammenarbeit mit Organisationen, die in Krisengebieten bzw. Regionen sozialer Probleme arbeiten.25
17
30 Jahre schon initiiert und leitet der britische Choreograph Royston Maldoom Tanzprojekte weltweit. Vor allem durch den vielfach ausgezeichneten Film „Rhythm is it!“ (u. a. Deutscher Filmpreis für Dokumentarfilm 2005) wurden er und seine Arbeit einem breiteren Publikum bekannt.

Nach einer ersten Ausbildung an einer Hochschule für Landwirtschaft fand er erst zwanzigjährig zum Tanz als er mit Freunden einen Film des „Royal Ballett“ sah. Sofort entdeckte er seine Leidenschaft zur Tanzkunst und dies ist es, was er seitdem vermittelt – seine Passion zu finden und zu leben. Nur wenige Tage später meldete er sich an einer Ballettschule an. Stipendien ermöglichten ihm eine hervorragende Ausbildung an diversen Akademien, so der Rambert Ballet School und der Royal Ballet School in London. Auszeichnungen verhalfen ihm zu inter-nationalen Kontakten. So wurde Royston Maldoom von Alvin Ailey an dessen American Dance School nach New York geholt; 1975 erhielt er für seine erste choreographische Arbeit den "Foundation of France Price for Outstanding Artistic Achievement". Später folgten Arbeiten für das Dance Theatre of Harlem in New York, das Schottische Nationalballett, das Irische Nationalballett, das Nationalballett von Peru und eine Vielzahl anderer größerer und kleinerer Ballett- und Tanztheaterensembles in Großbritannien und international.

1980-83 wurde er zum Dance-Artist-in-Residence in Fife/Schottland berufen. In diesen Jahren veranstaltete er zahlreiche Workshops, Sommerschulen und Tanzfestivals. Er gründete kommunale Tanzgruppen für Jugendliche und Erwachsene und fand, unter anderem mit seiner Kollegin Tamara McLorg in Schottland zu seiner Philosophie des Community Dance. Es folgten einige Jahre als Dance Research Officer für das Stirling District Council in Schottland.

Danach begann Maldoom, verstärkt international zu arbeiten: er leitete Tanzprojekte in Südafrika während Wahl Mandelas, in Zimbabwe, Oregon/USA sowie in Litauen während der Unabhängigkeitsbewegung und in Kroatien und Bosnien während des Balkankrieges. Sein internationales Engagement führte ihn gemeinsam mit seiner Kollegin Mags Byrne 1996 nach Äthiopien, wo er mit 100 Straßenkindern ein Tanzprojekt organisierte. Im Anschluss gründete er mit Mags Byrne die Adugna Dance Company, in der einige der Jugendlichen als professionelle Tänzer, Choreographen und Tanzlehrer mit englischem Hochschulabschluss ausgebildet wurden und als solche, z. T. in der internationalen Tanzszene und nach wie vor in ihrer ‚Community’ arbeiten.

Entsprechende Projekte folgten, so arbeitete Royston Maldoom mehrere Jahre mit sozial benachteiligten Kindern in Peru (Project Support) , ein Projekt, das seine Kollegin Tamara McLorg über zwei Jahre weiterführte; auch mit katholischen und protestantischen Kindern in Nordirland, männlichen und weiblichen Gefängnisinsassen, Kindern und Erwachsenen mit Lernschwächen, Jugendlichen jenseits der gängigen Ausbildungswege und Kindern im Exil, sowie in vielen Grund- und weiterführenden Schulen und Tanzhochschulen.

Anfang der Neunziger begann Royston Maldoom, sich intensiv in Deutschland zu engagieren. 1989-1991 war er choreographischer Leiter des Deutsch-Britischen Jugendtanzaustauschs in Berlin und 1990-1997 des Europäischen Jugendtanzfestivals in Duisburg, initiiert und organisiert von Ulla Weltike. Zur selben Zeit begann seine Zusammenarbeit mit Janice Parker , mit der er im Raum Duisburg Tanzprojekte für junge Erwachsenen mit Körper- und Lernbehinderung organisierte. Er war außerdem Gastchoreograph an der Hochschule für Darstellende Kunst Frankfurt und arbeitete vielfach mit Philharmonischen Orchestern und Kultureinrichtungen in Deutschland.

Das Tanzprojekt "Le Sacre du Printemps" mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle und 250 Kindern wurde durch den Dokumentarfilm "Rhythm is it!" bekannt, der 2005 die "Goldene Lola" erhielt. Dieses Projekt fand im Rahmen einer Reihe von Werken mit den Berliner Philharmonikern statt, u. a. in Zusammenarbeit mit seiner britischen Kollegin Susannah Broughton , und anderen Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, Ulster Orchestra, Scottish Chamber und Scottish Symphony Orchestra, dem Natal Symphony Orchestra sowie kleineren Orchestern und Chören. Royston Maldooms Choreographien zu "Le Sacre du Printemps", „Carmina Burana“ u. a. wurden mit vielen unterschiedlich großen Jugendgruppen in Addis Abeba, Lima, Belfast, London, Vilnius und mehrfach in Großbritannien aufgeführt. Zahlreiche Aufträge und Anfragen für choreographische Projekte, Workshops und Vorträge führen ihn bis heute zu verschiedenen Institutionen und Initiativen weltweit.

Neben anderen internationalen Auszeichnungen erhielt Maldoom für sein jahrelanges und wegweisendes Engagement im Bereich Tanz 2005 den deutschen Ehren-Tanzpreis in Essen; für seine Arbeit "Le Sacre du Printemps" mit den Berliner Philharmonikern erhielten er, Sir Simon Rattle und die Philharmoniker 2005 den Schiller-Sonderpreis der Stadt Mannheim. Von Queen Elizabeth II. wurde Royston Maldoom 2006 der Order of British Empire (O.B.E.), die zweithöchste Auszeichnung des British Empire, für seinen "service to dance" verliehen. Im Oktober 2007 erhält Royston Maldoom den Award des Deutsch-Britischen-Forums in London aufgrund seines Engagements für die deutsch-britischen Beziehungen. Außerdem wurde er vom "Club der Optimisten" in Hamburg zum "Optimisten des Jahres" gekürt. Das damit verbundene Preisgeld geht direkt nach Adugna, Äthiopien.60
Maldoom Projects4Development & Realisation5office@royston-maldoom.org89